Freie 90 Tage Qualifikationszeitraum Casino Schweiz – was 2026 wirklich gilt

Eine «freie 90 Tage Qualifikationszeitraum»-Konstruktion klingt nach Freiheit, nach einer Schonfrist, nach Spielraum. In der Schweizer Online-Casino-Landschaft ist der Begriff jedoch kein Bonus-Versprechen der Anbieter, sondern eine Sperre mit Uhr. Wer sich selbst aussperrt, kommt frühestens nach drei Monaten wieder heraus – und auch nur, wenn der Grund für die Sperre nicht mehr besteht. Das verschiebt die Frage: Wer kann in der Schweiz legal online spielen, unter welchen Regeln, und was kostet ein «freier» Qualifikationszeitraum denjenigen, der ihn nutzt?

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Bei Mycasino beträgt der Mindestbetrag für eine Auszahlung CHF 10.-.

Die folgenden Abschnitte zeichnen nach, was die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos der Schweiz tatsächlich anbieten, was die Aufsicht verlangt und wo der 90-Tage-Zeitraum ins Spiel kommt – nicht als Werbe-Floskel, sondern als Frist in einem Schutzsystem, das Spielerinnen und Spieler zwingt, ihre Entscheidung eine Weile auszuhalten.

Datenstand: 31 Oktober 2026, abgeglichen gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Spielbanken (Stand 17. März 2026).

Inhaltsverzeichnis

  1. Was «90 Tage Qualifikationszeitraum» in der Schweiz überhaupt heisst
  2. Funktionsweise und Grundprinzip: Was die Spielsperre mit 90 Teden macht
  3. Rechtslage und Konzessionierung: Zehn Anbieter, eine Liste
  4. Spielerschutz und Sozialkonzepte: Wer kontrolliert wird
  5. Wer wird gesperrt – und wer kommt nicht mehr rein
  6. Wer in der Schweiz legal spielt – und wer nicht
  7. Vergleich der zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos
  8. Berechnung: Was ein Bonus-Umsatz wirklich kostet
  9. Anbieterprofile: Die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos im Detail
  10. Steuerliche Lage: Wann Gewinne steuerfrei sind
  11. Werbung und Bonus: Was erlaubt ist und was nicht
  12. Häufig gestellte Fragen

Was «90 Tage Qualifikationszeitraum» in der Schweiz überhaupt heisst

In der deutschsprachigen Glücksspiel-Literatur taucht der Begriff «Qualifikationszeitraum» an zwei Stellen auf: bei Bonus-Umsatzbedingungen und bei der Spielsperre. Beides hat mit der Zahl 90 zu tun, nur an völlig verschiedenen Enden der Spielerfahrung.

Bei einer Spielsperre nach dem Geldspielgesetz (BGS) ist eine «freiwillige Spielsperre» nicht bloss eine Bequemlichkeit. Sie ist eine behördlich registrierte Sperre, die für sämtliche konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und seit dem 7. Januar 2025 auch in Liechtenstein gilt. Eine einmal ausgesprochene Sperre lässt sich frühestens nach drei Monaten wieder aufheben – und nur dann, wenn der Grund, der zur Sperre geführt hat, nicht mehr besteht. Wer also am 1. März sperrt, kommt formal am 1. Juni wieder in Frage, sofern ein Sozialkonzept oder eine andere Stelle den Weg frei macht. In der Praxis heisst das: Wer glaubt, sich bloss kurz aus dem Verkehr ziehen zu wollen, hat sich für ein Vierteljahr verpflichtet.

Bei Bonusbedingungen wiederum bedeutet «Qualifikationszeitraum» etwas anderes: jene Frist, innerhalb der ein Bonus umgesetzt werden muss, bevor er verfällt. Bei Schweizer Anbietern ist diese Frist meist deutlich kürzer als 90 Tage – Jackpots etwa gibt eine Monatsfrist für die Erfüllung der Umsatzbedingung, Mycasino nennt 30 Tage ab Aktivierung. Wer von einem «freien 90-Tage-Qualifikationszeitraum» liest und dabei an eine grosszügige Bonusphase denkt, verwechselt zwei Welten.

Die beiden Bedeutungen teilen einen gemeinsamen Kern: eine zeitliche Schranke. Was hier als «frei» vermarktet wird, ist im Schutzfall gar nicht frei, sondern gesperrt. Die folgenden Abschnitte trennen die beiden Lesarten sauber – zuerst die Aufsicht und die Spielsperre, dann die Bonusmechanik und am Ende die Anbieter.

Funktionsweise und Grundprinzip: Was die Spielsperre mit 90 Teden macht

Das Grundprinzip der Schweizer Spielsperre ist die Konsequenz. Wer sich sperrt – freiwillig oder nach einer Meldung des Sozialkonzepts – taucht in einem Register, das alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und in Liechtenstein bedienen. Jackpots formuliert das unumwunden: «Eine bei Jackpots beantragte Spielsperre gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein». Wer glaubt, über einen anderen Anbieter weiterspielen zu können, irrt. Die Sperre ist horizontal.

Eine Sperre kann verschiedene Formen annehmen. Jackpots etwa erlaubt eine Spielpause zwischen 15 Minuten und sechs Monaten, wahlweise für alle Angebote oder nur für ausgewählte Spielkategorien. Das ist die kurzfristige Variante. Die langfristige – die eigentliche Spielsperre – kommt mit der 90-Tage-Mindestfrist. Mycasino verlangt für die freiwillige Spielsperre eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweises, also Pass, Identitätskarte, Aufenthaltsbewilligung oder Führerausweis. Anonymität ist damit ausgeschlossen.

Die Aufhebung erfolgt nicht auf Knopfdruck. Wer nach Ablauf der Mindestfrist wieder spielen will, muss den Grund für die Sperre entkräften – etwa durch eine externe Begutachtung oder einen Nachweis, dass die finanziellen Verhältnisse sich geändert haben. Die Sozialkonzepte der Anbieter und die Aufsicht der ESBK sorgen dafür, dass die Sperre kein Marketing-Gag ist, sondern eine Bremse mit Gewicht.

Rechtslage und Konzessionierung: Zehn Anbieter, eine Liste

Die Zahl zehn ist hart. In der Schweiz darf nur ein Schweizer landbasiertes Casino mit einer eidgenössischen Konzession auch online spielen lassen – als Erweiterung dieser Konzession. Die ESBK listet aktuell exakt zehn solcher Online-Angebote; alle tragen die Online-Konzession als Verlängerung einer stationären Spielbank. Eine ausländische Marke kann keine Schweizer Lizenz halten, und jede Werbung für ein nicht konzessioniertes Angebot ist nach Art. 74 BGS unzulässig.

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Casino777 akzeptiert für Einzahlungen Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card sowie Banküberweisung, und Casino777 erhebt dafür keine Einzahlungsgebühren.

Die Liste, die für diesen Vergleich herangezogen wurde, stammt direkt von der ESBK-Liste der konzessionierten Online-Spielbanken, Stand 17. März 2026. Sie bildet die Grundlage für jede Bewertung in diesem Text und wird auch in den Anbieterprofilen referenziert. Wer in der Schweiz spielt, hat damit eine sehr kleine Auswahl: zehn Marken, jede an einen konkreten Standort in Luzern, Mendrisio, Davos, Interlaken, Pfäffikon, Locarno, Meyrin, Baden, Lugano oder Bern gebunden.

Ausländische Anbieter sind in der Schweiz über die Sperrliste nach Art. 86 BGS blockiert; der Zugriff wird über die DNS-Sperre erschwert. Die ESBK stellt klar, dass Spielende nicht strafrechtlich verfolgt werden, aber ohne Schweizer Schutz spielen. Wer also auf einer ausländischen Seite einzahlt, hat im Streitfall keinen Ansprechpartner in der Schweiz und keine Garantie für die Auszahlung.

Spielerschutz und Sozialkonzepte: Wer kontrolliert wird

Spielerschutz ist in der Schweiz nicht optional. Jedes konzessionierte Online-Casino betreibt ein Sozialkonzept, das unter anderem die Bonitätsprüfung bei häufigem oder hohem Spiel einschliesst. spielerschutz.swisscasinos.ch formuliert es so: Swiss Casinos müssen von Spielerinnen und Spielern, die häufig oder mit hohen Einsätzen spielen, einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse einfordern; ohne Unterlagen oder bei unzureichenden finanziellen Verhältnissen wird die Person gesperrt. Die Sperre wird in einem solchen Fall nicht durch die spielende Person selbst ausgelöst, sondern durch das Sozialkonzept – eine externe Beobachtung, die der Staat verlangt.

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StarVegas.ch akzeptiert für Einzahlungen VISA/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard.

Auf der anderen Seite stehen die Hilfsmittel, die jede Spielerin und jeder Spieler selbst einrichten kann. Mycasino etwa bietet Einzahlungslimiten, Verlustlimiten, Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit, einen Selbsttest sowie die Möglichkeit von Spielpausen und freiwilliger Spielsperre. Jackpots erlaubt ein selbst gewähltes wöchentliches Einzahlungslimit – wer etwa CHF 50.- pro Woche setzt, kann das nicht durch eine höhere Einzahlung umgehen. Die Mechanik funktioniert in beide Richtungen: das Sozialkonzept sperrt von oben, das eigene Limit sperrt von unten.

Wer die 90-Tage-Frist bei der Spielsperre als Strafe empfindet, hat das Prinzip falsch verstanden. Die Sperre ist nicht dafür da, jemanden zu ärgern, sondern um das impulsive Zurücknehmen einer Selbsteinschränkung zu verhindern. Wer am Tag der Sperre noch überzeugt ist, ein Problem zu haben, soll drei Monate später nicht einfach weiterspielen können, wenn die Stimmung wieder schlecht wird. Der Mechanismus ist ein Schutz gegen die eigene Kurzsicht.

Wer wird gesperrt – und wer kommt nicht mehr rein

Die Frage, wer überhaupt von einer Spielsperre betroffen sein kann, hat zwei Antworten. Die erste: jede Person, die sich freiwillig sperren lässt – mit Ausweis, schriftlich oder im Profil, und mit der im Abschnitt «Spielerschutz und Sozialkonzepte» beschriebenen Konsequenz. Die zweite: jede Person, die vom Sozialkonzept gesperrt wird, weil sie die geforderten Einkommens- oder Vermögensnachweise nicht erbringen kann oder will.

In beiden Fällen gilt die Sperre über die gesamte Branche hinweg. Eine Selbstsperre bei Jackpots sperrt nicht nur dieses Casino, sondern jedes konzessionierte Online- und landbasierte Casino in der Schweiz und in Liechtenstein. Wer sich also etwa bei Mycasino sperren lässt, kann am Folgetag nicht bei 7melons weiterspielen. Die Datenhaltung ist konzessionsübergreifend.

Für Minderjährige gilt eine eigene Logik: bereits die Anmeldung verlangt bei allen Anbietern die Volljährigkeit. Jackpots formuliert es klar: teilnahmeberechtigt sind nur Personen ab 18 Jahren mit einem verifizierten und aktiven Spielerprofil. Eine Anmeldung unter 18 ist nicht möglich; das System setzt die Altersgrenze an der Registrierung an, nicht erst an der Auszahlung.

Die kurze Antwort: Wer in der Schweiz legal online spielen will, hat nur die zehn ESBK-konzessionierten Anbieter zur Auswahl. Alles andere ist formal eine Straftat des Anbieters, nicht der Spielenden – aber das Risiko liegt vollständig beim Spieler.

Die Liste umfasst, in der Reihenfolge der ESBK-Liste vom 17. März 2026: Mycasino.ch, Admiral.ch, Casino777.ch, StarVegas, Swisscasinos, Casineo, Pasino.ch, Jackpots.ch, Swiss4Win und 7melons. Jeder Eintrag nennt das landbasierte Casino, das die Online-Konzession trägt, sowie das Datum der Online-Aufschaltung. Wer sich bei einem dieser Anbieter registriert, kann sicher sein, dass das Angebot unter Schweizer Aufsicht steht, dass die Spieleprüfung stattgefunden hat und dass eine allfällige Beschwerde an die ESBK gerichtet werden kann.

Wer auf einer ausländischen Plattform spielt – etwa einem Anbieter mit MGA-Lizenz oder einer Curaçao-Lizenz – bewegt sich ausserhalb des Schweizer Schutzraums. Die Auszahlung ist ungesichert, die Spieleprüfung folgt einem anderen Standard, und im Konfliktfall gibt es keinen Schweizer Rechtsweg. Hinzu kommt: Gewinne aus ausländischen Online-Casinos sind in der Schweiz bereits ab dem ersten Franken steuerpflichtig, anders als bei Schweizer Anbietern.

Vergleich der zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos

Die folgende Tabelle ordnet die zehn Anbieter nach ihrer Position in der ESBK-Liste und hebt die Eigenschaften hervor, die für eine erste Einschätzung am wichtigsten sind: das landbasierte Casino dahinter, das Datum der Online-Aufschaltung und welche Rolle das Angebot im Vergleich spielt. Eine Tabelle kann die ganze Geschichte eines Anbieters nicht erzählen, aber sie zeigt, wo die Unterschiede beginnen.

Anbieter Landbasiertes Casino Online seit Rolle im Vergleich
Mycasino.ch Grand Casino Luzern 22.08.2019 Grösster Spielekatalog, früheste Online-Präsenz unter den heutigen Anbietern
Admiral.ch Casino Mendrisio 16.07.2025 Jüngster Zugang zur Online-Liste, kurze Marktpräsenz
Casino777.ch Casino Davos 09.09.2019 Solide Etabliertheit, breites Zahlungsportfolio ohne Einzahlungsgebühren
StarVegas Casino Interlaken 24.02.2020 Acht Zahlungsoptionen inklusive Aircash Abon
Swisscasinos Casino Pfäffikon 02.09.2019 Breites Kartenspektrum inklusive Diners Club und Discover
Casineo Casino Locarno 17.03.2026 Frischeste Lizenz der Liste, niedrige Einstiegsschwelle
Pasino.ch Casino Meyrin 16.11.2020 Auszahlungs-Mindestbetrag von 0,01 Rappen – niedrigster Wert
Jackpots.ch Grand Casino Baden 05.07.2019 Erster Online-Anbieter der Liste, längste Historie
Swiss4Win Casino Lugano 01.03.2021 Fokus auf TWINT, sofortige Gutschrift
7melons Grand Casino Bern 15.09.2020 PostFinance-Limit bis CHF 100’000.- für hohe Einzahlungen

Die Tabelle zeigt zwei klare Pole: Anbieter, die 2019 oder 2020 online gingen und damit über sechs Jahre Markterfahrung mitbringen, und Anbieter, die erst 2025 oder 2026 aufgeschaltet haben und deren Online-Auftritt entsprechend jung ist. Das Datum allein entscheidet nicht über die Qualität – ein älterer Anbieter kann veraltete Mechaniken pflegen, ein junger mit modernem Auftritt überzeugen – aber es erklärt einen Teil der Unterschiede, die in den folgenden Profilen sichtbar werden.

Berechnung: Was ein Bonus-Umsatz wirklich kostet

Eine Umsatzbedingung von «35x Bonus» klingt nach einer simplen Multiplikation. Sie ist es auch, aber das Ergebnis hat eine Breite, die in der Werbung selten auftaucht. Die folgende Rechnung nutzt die Bonusmechanik von Mycasino.ch als Beispiel und zeigt, wie viel Spielzeit ein Bonus tatsächlich beansprucht.

Mycasino.ch gewährt einen 100-%-Bonus auf die erste Einzahlung bis maximal CHF 300.-. Wer den vollen Bonus auslöst, zahlt also CHF 300.- ein und erhält CHF 300.- Bonus, der innerhalb von 30 Tagen 35-mal umgesetzt werden muss. Das ergibt einen erforderlichen Umsatz von 35 × CHF 300.- = CHF 10’500.-.

Die Spanne, was das in Spielzeit bedeutet, hängt direkt vom gewählten Einsatz pro Spin ab. Wer mit dem Mindesteinsatz von CHF 0.10 spielt, absolviert 105’000 Spins, bei 5 Sekunden pro Spin rund 146 Stunden reines Spielvolumen. Wer mit CHF 1.- pro Spin spielt, kommt auf 10’500 Spins und etwa 14,5 Stunden. Bei CHF 5.- pro Spin sind es 2’100 Spins und rund 2,9 Stunden. Die Frist von 30 Tagen ist lang genug, um auch die langsame Variante unterzubringen, sofern man regelmässig spielt – aber das ist genau die Frage, die der Mechanismus offenlässt.

Die Rechnung zeigt eines deutlich: Der «freie» Charakter eines Bonus verschwindet, sobald die Bedingung ins Spiel kommt. 146 Stunden Spielzeit, um CHF 300.- an Bonus auszulösen, ist ein reales Arbeitspensum. Wer sich darauf einlässt, sollte wissen, dass das System weder grosszügig noch knauserig ist, sondern ein standardisierter Hebel im Spielportfolio der Branche.

Anbieterprofile: Die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos im Detail

Die folgenden Profile zeichnen die zehn Anbieter nach, ohne sie zu empfehlen. Jeder Block nennt Lizenz, Online-Datum, Zahlungsmethoden, Bonusstruktur (sofern ausgewiesen), Spielerschutz-Instrumente und eine Einschätzung dessen, was den Anbieter im Vergleich hervorhebt – nicht für wen er «perfekt» ist, sondern was ihn ausmacht.

Mycasino.ch – die grösste Spielebibliothek mit kurzem Auszahlungsfenster

Lizenz und Hintergrund: Mycasino.ch ist die Online-Verlängerung des Grand Casino Luzern und seit dem 22. August 2019 online. Damit gehört die Marke zu den frühesten Online-Auftritten unter Schweizer Aufsicht und kann auf mehr als sechs Jahre operative Erfahrung zurückblicken.

Spielangebot: über 3’000 Spiele, das Live-Casino wird unter anderem von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming beliefert. Vier verschiedene Live-Provider unter einem Dach sind in der Schweiz nicht selbstverständlich.

Zahlungen: Mycasino.ch erhebt weder für Ein- noch für Auszahlungen Gebühren; der Mindestbetrag für eine Auszahlung beträgt CHF 10.-, liegt das Guthaben darunter, kann es vollständig ausgezahlen werden. Auszahlungen dauern in der Regel 1 bis 3 Werktage, abhängig vom Wochentag, der Uhrzeit und der Bank.

Willkommenspaket: 100 % auf die erste Einzahlung bis CHF 300.- sowie 200 Freispiele. Aktivierung muss innerhalb von 7 Tagen nach Registrierung bei einer Mindesteinzahlung von CHF 10.- erfolgen. Der Bonusbetrag ist innerhalb von 30 Tagen 35-mal umzusetzen. Die 200 Freispiele sind je CHF 0.10 wert, unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gültig.

Spielerschutz: Einzahlungs- und Verlustlimiten, Erinnerungsfunktionen zur Spielzeit-Reduktion, Selbsttest, Spielpausen und freiwillige Spielsperre. Für die Spielsperre verlangt Mycasino.ch eine Kopie eines gültigen Ausweises.

Einschätzung: Die Kombination aus über 3’000 Spielen, keiner Auszahlungsgebühr und einem transparent formulierten 7-Tage-Aktivierungsfenster macht den Anbieter zur Referenz für Spielende, die einen grossen Katalog ohne Kleingedrucktes suchen. Das 35-fache Umsatz-Ziel bei 30 Tagen Frist ist im Branchenvergleich solide, aber nicht grosszügig – wer es ernst nimmt, muss regelmässig spielen, nicht nur einmal kräftig.

Admiral.ch – der jüngste Anbieter mit Mendrisio-Konzession

Lizenz und Hintergrund: Admiral.ch ist die Online-Verlängerung des Casino Mendrisio und seit dem 16. Juli 2025 online. Damit ist Admiral der jüngste Eintrag in der ESBK-Liste und verfügt über weniger als ein Jahr operative Erfahrung.

Zahlungen: Visa und Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und Twint – sechs Zahlungsoptionen, die das Standard-Portfolio der Branche abdecken.

Spielerschutz: folgt den Vorgaben des Sozialkonzepts und der ESBK, ohne dass im Rahmen der Recherche darüber hinausgehende, anbieterspezifische Instrumente ausgewiesen wurden.

Einschätzung: Wer einen Anbieter mit langer Markthistorie sucht, ist hier falsch. Wer jedoch einen Neueinsteiger mit dem vollen Sozialkonzept einer etablierten Schweizer Spielbank testen will, findet in Admiral.ch einen schlanken Auftritt ohne Altlasten – aber auch ohne bewährte Online-Routine.

Casino777.ch – solide Etabliertheit ohne Einzahlungsgebühren

Lizenz und Hintergrund: Casino777.ch ist die Online-Verlängerung des Casino Davos und seit dem 9. September 2019 online. Sechs Jahre operative Erfahrung.

Zahlungen: Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card sowie Banküberweisung – sieben Optionen, ohne Einzahlungsgebühren. Die Breite des Portfolios hebt den Anbieter von Mitbewerbern ab, die nur fünf oder sechs Methoden anbieten.

Spielerschutz: folgt den Vorgaben des Sozialkonzepts, im Rahmen der Recherche wurden keine anbieterspezifischen Sonderinstrumente dokumentiert.

Einschätzung: Wer ohne Zusatzkosten einzahlen will und TWINT schätzt, ist bei Casino777.ch gut aufgehoben. Die fehlenden Einzahlungsgebühren sind in der Branche nicht selbstverständlich und bei hohen Einzahlungsfrequenzen ein handfester Vorteil gegenüber Anbietern, die pro Transaktion einen Franken oder mehr verlangen.

StarVegas – Acht Zahlungsoptionen mit Aircash Abon

Lizenz und Hintergrund: StarVegas (Starvegas.ch) ist die Online-Verlängerung des Casino Interlaken und seit dem 24. Februar 2020 online. Knapp sechs Jahre Online-Erfahrung.

Zahlungen: VISA und Mastercard, TWINT, Skrill und Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard – acht Methoden, die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-. Aircash Abon ist eine weniger verbreitete Option, die in der Schweiz vor allem bei Prepaid-basierten Budgets genutzt wird.

Spielerschutz: folgt den Vorgaben des Sozialkonzepts.

Einschätzung: Acht Methoden sind viel, und wer mit Prepaid-Guthaben spielt, hat hier eine seltene Option. Wer jedoch alle Funktionen eines modernen E-Wallet-Portfolios erwartet, etwa Trustly oder Revolut, sucht vergebens – beides ist im Schweizer Markt ohnehin kaum verbreitet.

Swisscasinos – Diners Club und Discover im Kartenportfolio

Lizenz und Hintergrund: Swisscasinos (Swisscasinos.ch) ist die Online-Verlängerung des Casino Pfäffikon und seit dem 2. September 2019 online. Sechs Jahre operative Erfahrung.

Zahlungen: Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners Club, Discover), TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung. Diners Club und Discover sind seltene Kartenoptionen in der Branche und heben Swisscasinos von Mitbewerbern ab, die nur die zwei grossen Netzwerke anbieten.

Spielerschutz: das eigenständige Portal spielerschutz.swisscasinos.ch dokumentiert die Schutzinstrumente und die Regeln zur Bonitätsprüfung – häufige oder hoch spielende Personen müssen Nachweise erbringen oder werden gesperrt.

Einschätzung: Wer eine Diners- oder Discover-Karte nutzt, hat hier eine seltene Anlaufstelle. Wer hingegen Schweizer-Franken-Krypto sucht, wird enttäuscht – kein ESBK-konzessionierter Anbieter bietet Kryptowährungen an, und Swisscasinos macht da keine Ausnahme.

Casineo – der frischeste Eintrag der Liste

Lizenz und Hintergrund: Casineo (Casineo.ch) ist die Online-Verlängerung des Casino Locarno und seit dem 17. März 2026 online. Der Eintrag ist also buchstäblich tagesaktuell mit dem Stichtag der ESBK-Liste.

Zahlungen: TWINT, Kreditkarten und PostFinance – drei Methoden. Die Mindesteinzahlung beträgt für alle Methoden CHF 10.-.

Spielerschutz: folgt den Vorgaben des Sozialkonzepts.

Einschätzung: Casineo ist der jüngste Anbieter auf der Liste und entsprechend schmal aufgestellt. Wer hier spielt, sollte wissen, dass der Anbieter noch keine längere Marktphase durchlaufen hat; das Sozialkonzept steht, aber die operative Routine einer mehrjährigen Online-Geschichte fehlt.

Pasino.ch – der niedrigste Auszahlungs-Mindestbetrag

Lizenz und Hintergrund: Pasino.ch ist die Online-Verlängerung des Casino Meyrin und seit dem 16. November 2020 online. Rund fünf Jahre operative Erfahrung.

Zahlungen: Twint, Apple Pay, Visa und Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller und Skrill sowie Banküberweisungen – acht Optionen. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-, der Mindestbetrag für eine Auszahlung 0,01 Rappen.

Spielerschutz: folgt den Vorgaben des Sozialkonzepts.

Einschätzung: Der Auszahlungs-Mindestbetrag von 0,01 Rappen ist eine Besonderheit: er erlaubt es, Restguthaben vollständig zu leeren, ohne auf den nächsten Gewinn warten zu müssen. Wer oft kleine Beträge auszahlt, schätzt das; wer mit grossen Beträgen spielt, wird diesen Vorteil kaum bemerken.

Jackpots.ch – der erste Online-Anbieter der Liste

Lizenz und Hintergrund: Jackpots.ch ist die Online-Verlängerung des Grand Casino Baden und seit dem 5. Juli 2019 online – der früheste Eintrag in der Liste und damit der Anbieter mit der längsten Online-Geschichte in der Schweiz.

Spielangebot: über 2’500 Casino-Spiele, das Live-Casino wird unter anderem von Evolution und Pragmatic Play beliefert.

Zahlungen: unter anderem TWINT, PostFinance, Kreditkarte, Banküberweisung, Apple Pay und Paysafecard. Für TWINT-Einzahlungen fallen keine Zusatzgebühren an, die Zahlung wird sofort verarbeitet. Die Banküberweisung ist die langsamste Auszahlungsmethode und benötigt 1 bis 2 Werktage. Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lautet; Auszahlungen auf Kreditkarte oder Revolut sind ausgeschlossen.

Willkommenspaket: bis zu CHF 2’200.- sowie 200 Freespins auf die ersten vier Einzahlungen, wobei die erste Einzahlung zu 100 % bis CHF 700.- verdoppelt wird. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.- vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Die Umsatzbedingung beträgt das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten und das 300-Fache bei Tischspielen, umzusetzen innerhalb einer Frist von standardmässig einem Monat.

Spielerschutz: selbst gewähltes wöchentliches Einzahlungslimit (etwa CHF 50.-), Spielpause zwischen 15 Minuten und sechs Monaten, Spielsperre, Altersgrenze 18 Jahre mit verifiziertem Spielerprofil.

Einschätzung: Jackpots.ch kombiniert die längste Online-Historie mit dem höchsten dokumentierten Willkommensrahmen und einer klar formulierten Spielsperren-Mechanik. Die Auszahlungsregel auf ein Schweizer Konto ist im Inland kein Problem, schliesst aber ausländische Kontoinhaber aus. Die 300-fache Umsatzbedingung bei Tischspielen ist eine echte Hürde – wer mit Blackjack oder Roulette den Bonus freispielen will, braucht einen langen Atem und einen grossen Umsatz.

Swiss4Win – Fokus auf TWINT

Lizenz und Hintergrund: Swiss4Win (Swiss4win.ch) ist die Online-Verlängerung des Casino Lugano und seit dem 1. März 2021 online. Rund fünf Jahre operative Erfahrung.

Zahlungen: TWINT-Einzahlungen ab einem Mindestbetrag von CHF 10.- ohne Zusatzgebühren; die Gutschrift erfolgt sofort, sobald die Zahlung in der TWINT-App bestätigt ist. Das ist die zentrale Positionierung des Anbieters.

Spielerschutz: folgt den Vorgaben des Sozialkonzepts.

Einschätzung: Wer mit TWINT spielt und sofortige Gutschrift erwartet, ist hier richtig. Wer breitere Zahlungsoptionen braucht, etwa Krypto oder E-Wallets jenseits der Standardpalette, sucht vergebens – Swiss4Win ist bewusst schmal aufgestellt.

7melons – hohe Einzahlungslimits über PostFinance

Lizenz und Hintergrund: 7melons ist die Online-Verlängerung des Grand Casino Bern und seit dem 15. September 2020 online. Rund fünf Jahre operative Erfahrung.

Zahlungen: TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und Paysafecard – sechs Methoden. Der Mindestbetrag liegt bei CHF 10.-, und bei PostFinance beträgt der Höchstbetrag CHF 100’000.- pro Transaktion.

Spielerschutz: folgt den Vorgaben des Sozialkonzepts.

Einschätzung: Das PostFinance-Limit von CHF 100’000.- ist eines der höchsten dokumentierten Höchstbeträge in der Liste und macht 7melons zur Anlaufstelle für High-Roller, die über PostFinance einzahlen. Wer hingegen kleinere Beträge einzahlt, wird diesen Vorteil kaum bemerken.

Steuerliche Lage: Wann Gewinne steuerfrei sind

Die Schweizer Steuerlogik ist klar: Gewinne aus einem ESBK-konzessionierten Online-Casino sind bis CHF 1’000’000.- steuerfrei. Für 2026 liegt der indexierte Wert bei rund CHF 1’070’000.-. Darüber fällt die Verrechnungssteuer von 35 % auf den überschiessenden Betrag an (Art. 24 lit. ibis DBG). Diese Regel gilt pro Gewinnereignis und ist nicht an die Häufigkeit des Spielens gebunden.

Wesentlich ist die Kehrseite: Wer auf einer ausländischen Plattform spielt, hat keine vergleichbare Steuerfreigrenze. Bereits der erste Franken aus einem nicht-konzessionierten Online-Casino ist in der Schweiz steuerpflichtig und in der Steuererklärung zu deklarieren. Hinzu kommt: ausländische Anbieter sind nicht durch die ESBK geprüft, ihre Spiele-Auswahl folgt anderen Regeln, und im Konfliktfall fehlt der Schweizer Rechtsweg.

Wer in der Schweiz spielt und auf der sicheren Seite sein will, bleibt bei den zehn ESBK-konzessionierten Anbietern. Wer die Steuerfreigrenze überschreitet, sollte sich an einen Steuerberater wenden, denn die Verrechnungssteuer wird direkt am Gewinn abgezogen und muss nicht nachträglich erklärt werden.

Werbung und Bonus: Was erlaubt ist und was nicht

Art. 74 BGS regelt die Werbung: Sie darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, sie darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten, und Werbung für nicht-konzessionierte Spiele ist verboten. Eine numerische Bonus-Obergrenze kennt das Gesetz nicht; die Branche hat dennoch eigene Standards entwickelt, die in der Regel zwischen 30- und 40-fachen Umsatzbedingung liegen.

Die Spielsperre hat eine eigene Werbedynamik: Anbieter dürfen gesperrte Personen nicht mehr direkt bewerben. Wer sich also bei Mycasino sperren lässt, erhält keine Bonus-Mails mehr von Mycasino – sehr wohl aber noch allgemeine Newsletter, sofern keine Spielaufrufe enthalten sind. Die Trennung ist nicht immer scharf, weshalb die ESBK in Streitfällen entscheidet.

Für Spielende heisst das: Werbung darf laut sein, aber nicht aggressiv. Werbung für ausländische Anbieter ist verboten – wer in sozialen Medien trotzdem solche Werbung sieht, hat einen Hinweis auf eine illegale Plattform vor sich, nicht auf ein «Geheimtipp»-Angebot.

Häufig gestellte Fragen

Ist «freie 90 Tage Qualifikationszeitraum Casino Schweiz» legal?

Eine 90-Tage-Qualifikationszeitraum im Sinne einer Bonusphase ist bei den meisten Schweizer Anbietern nicht relevant – die Umsatzfristen liegen meist bei 30 Tagen. Eine 90-Tage-Mindestfrist gilt jedoch für die Aufhebung einer Spielsperre, die alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und in Liechtenstein umfasst. Wer sich also selbst sperrt, kommt frühestens nach drei Monaten wieder in Frage. Beide Bedeutungen sind legal; was nicht legal ist, ist das Spielen auf einer ausländischen Plattform ohne Schweizer Konzession.

Woran erkenne ich ein von der ESBK lizenziertes Online-Casino?

Die ESBK führt eine öffentliche Liste der konzessionierten Online-Spielbanken. Stand 17. März 2026 enthält sie exakt zehn Einträge: Mycasino.ch, Admiral.ch, Casino777.ch, StarVegas, Swisscasinos, Casineo, Pasino.ch, Jackpots.ch, Swiss4Win und 7melons. Jeder dieser Anbieter ist die Online-Verlängerung einer landbasierten Schweizer Spielbank. Wer auf einer anderen Seite spielt, spielt ohne ESBK-Aufsicht.

Wie funktioniert eine Spielsperre in der Schweiz?

Eine Spielsperre wird bei einem konzessionierten Anbieter beantragt, mit Identitätsnachweis, und gilt für alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und in Liechtenstein. Die Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und nur, wenn der Grund für die Sperre nicht mehr besteht. Bei Jackpots.ch etwa kann auch eine kürzere Spielpause zwischen 15 Minuten und sechs Monaten festgelegt werden, wahlweise für alle Angebote oder nur für ausgewählte Spielkategorien.

Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?

Ja, Gewinne aus einem ESBK-konzessionierten Online-Casino sind bis rund CHF 1’070’000.- (Stand 2026) steuerfrei. Darüber fällt eine Verrechnungssteuer von 35 % auf den überschiessenden Betrag an. Gewinne aus nicht-konzessionierten oder ausländischen Online-Casinos sind bereits ab dem ersten Franken steuerpflichtig und müssen in der Steuererklärung deklariert werden.

Was passiert mit ausländischen Casino-Seiten auf der Sperrliste?

Ausländische Online-Casino-Seiten werden in der Schweiz über die DNS-Sperre nach Art. 86 BGS blockiert. Der Zugriff ist erschwert, aber technisch nicht unmöglich. Wer dennoch spielt, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Schutzraums: die Spiele sind nicht von der ESBK geprüft, die Auszahlung ist ungesichert, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg bei Konflikten. Die ESBK formuliert es so, dass Spielende nicht strafrechtlich verfolgt werden, aber ohne Schweizer Schutz spielen.